Vor vielen Jahren
hat sich die Microlightfliegerei aus der Hängegleiterfliegerei heraus
entwickelt. Die Piloten dieser
"Urzeit" haben nach einer Möglichkeit gesucht, unabhängig der Berge
und des Windes , aufsteigen zu
können. Motoren wurden an
die Hängegleiter gebaut und so versuchte mancher Pilot sein Glück, etwas Höhe
zu gewinnen. Die Männer mit ihren fliegenden Kisten! Doch alles muss ja seinen
Anfang haben. Aus diesem Wunsch,
mit einem kleinen Flugzeug in die Luft zu kommen ist eine kleine Industrie
entstanden, die auch in allen anderen Bereichen der Fliegerei neue Akzente
setzte. Das Material wurde immer besser, die Ausbildung der Piloten wurde
fortlaufend angepasst. Ein
Microlightflugzeug hat eine maximale Abflugmasse von 450 Kilogramm, kann maximal zwei Personen transportieren. Sind durch ihre geringe Masse sehr
leise und sparsam. Heute werden diese Flugzeuge vor allem für die Schulung
eingesetzt, womit man die Anwohner eines Flugplatzes ganz erheblich entlasten
kann. Das Einsatzgebiet solcher Flugzeuge reicht von Verkehrsüberwachung,
Agrarfliegerei, Rettungseinsätzen, Luftfotografie, Segelflugzeugschlepp, bis hin zur Sportfliegerei. Moderne
Microlightflugzeuge sind bis 300 Km/h schnell und erreichen Verbrauchswerte von
weniger als 15 Liter bleifreiem Benzin pro Stunde. Auf der ganzen Welt ist
diese Art der Fliegerei erlaubt, nur in der Schweiz ist dieses Verkehrsmittel
noch immer verboten! Herr Bundesrat Leuenberger grenzt damit ein Flugzeug
aus dem Verkehr aus, welches für eine zusätzliche Entlastung der
Emissionen sorgen würde. Seit Jahren setzen sich die Verbände ( Swiss
Microlight Flyers, Aeroclub der Schweiz) für die Zulassung dieser
Flugzeugklasse ein. Bei Wettkämpfen
werden die Piloten in verschiedenen Disziplinen gefordert. Es geht vor allem
darum, Navigationsaufgaben sehr exakt zu lösen. Bodenziele zu finden, Strecken
auf die Sekunde genau zu kalkulieren und zu erfliegen. Bei Ziellandungen werden
die Fertigkeiten eines Piloten in Notfallsituationen überprüft. Dazu steigt
der Pilot auf eine Höhe von 300 Meter über Grund und fliegt über das
Landefeld. Bevor er das Landefeld überfliegt, muss der Motor ausgeschaltet
werden. Nun muss der Pilot ohne Motor seine Platzrunde so einteilen, das er das
25 Meter breite und 100 Meter lange Landefeld im Gleitflug erreicht. Dabei muss
er das Flugzeug in diesem Landefeld aufsetzten und zum Stillstand bringen. Je
näher der Pilot dabei der Grundlinie bei der Landung kommt, um so besser wird
die Landung bewertet.